Suvad Zlatic

Mein Motto fürs Leben: Wer andere neben sich klein lässt, wird selber niemals groß!

Der Weinberg und der Einzigartige Weinkeller von Lafite Rotschild...

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Weinberg

Ein einzigartiges Terroir

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Der Weinberg besteht aus drei großen Zonen:die „coteaux“ rund um das Château, die im Westen angrenzende Carruades-Ebene sowie 4,5 Hektar in der Nachbargemeinde Saint Estèphe. Die gesamte Fläche beträgt 112 Hektar, davon sind 107 Hektar reine Rebfläche. Die tiefen Böden bestehen aus feiner Kieselerde gemischt mit Flugsand auf einem Untergrund aus Tertiärkalkstein. Die Entwässerung wie auch die Sonnenausrichtung sind hervorragend.

Die angebauten Rebsorten sind Cabernet Sauvignon (70 %), Merlot (25 %), Cabernet Franc (3 %) und Petit Verdot (2%).

Das Durchschnittsalter der Rebstöcke beträgt 39 Jahre, aber die Rebstöcke unter zehn Jahren werden nicht in den Grand Vin eingebracht. Das bedeutet, dass das Durchschnittsalter der Reben des Erstweins (Château Lafite Rothschild selbst) eher bei rund 45 Jahren liegt. 18 Hektar der Rebstöcke sind älter als 50 Jahre. Die älteste Parzelle mit dem Namen „La Gravière“ wurde 1886 gepflanzt.

Da das Château Lafite Rothschild und das Château Duhart-Milon direkt aneinander angrenzen, werden beide Güter seit 1962 von einem einzigen Team verwaltet. Der technische Direktor der Domaines ist Eric Kohler. Bei seiner Arbeit stehen ihm der Winzer und Önologe Christophe Congé und Louis Caillard als verantwortlicher Betreuer der Weinberge zur Seite.

Die auf beiden Châteaux angewandten Techniken sind vollkommen traditionell und beinhalten eine bewusste Einschränkung des Ertrags, eine Weinlese von Hand und die manuelle Ausführung vieler weiterer Arbeiten, die während eines Jahres anfallen. Da wenig oder gar kein chemischer Dünger verwendet wird, sondern nur geringe Mengen Stallmist, erreichen die Rebstöcke ein hohes Alter. Aus diesem Grund werden sie auch nur schweren Herzens ausgerissen. Das aber geschieht normalerweise sobald sie die 80 Jahre überschritten haben.

 

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Keller

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Die Lese jeder Parzelle wird vorerst in getrennten Fässern verarbeitet, damit die Identität der Lagen, in denen die Trauben herangereift sind, erhalten bleibt. In Lafite gehen Tradition und technischer Fortschritt Hand in Hand, aber die Techniker verlassen sich bei der Entscheidung über die richtigen Zeitpunkte für Lese, Gärung und Abstich auf ihre Gaumen. Die Fermentation wird in großen Bottichen aus Eichenholz vorgenommen, wo die Moste zwischen 18 und 25 Tagen mazerieren.

Am Ende der Alkoholgärung wird der Inhalt der Bottiche ein erstes Mal verkostet, bevor er in die Fässer für den feinen Wein, den Vorlauf, umgefüllt wird. Der Satz wird seinerseits gepresst, um daraus den Pressmost zu gewinnen. Jetzt beginnt, wieder in Bottichen, die malolaktische Gärung, bevor der Wein chargenweise in Fässer gefüllt wird.

Die Anlagen von Lafite wurden 2010 durch den Bau von zwei Fasskellern für mehrere Dutzend kleinvolumique Tanks erweitert. Im Merlot-Fasskeller  (mit Zementtanks von 50 bis 125 hl Fassungsvermögen) werden die parzellenspezifischen Chargen mit Merlot mit besonderer Aufmerksamkeit verarbeitet. In einem weiteren Fasskeller, (dem so genannten „cuvier divisionnaire“ mit Stahltanks von 30 bis 70 hl Fassungsvermögen), in dem die malolaktische Gärung (zweite Gärung oder auch biologischer Säureabbau) vollzogen wird, kann die parzellenspezifische Selektion bis zum Ende der Weinbereitung für alle ausgewählten Chargen aus Cabernet oder Merlot fortgesetzt werden.

Alle dafür nötigen Fässer stammen aus der eigenen Küferei der Domaines. Im Dezember werden jedem Fass mehrere Proben entnommen, um die strenge Selektion für den Erstwein durchzuführen. Das Verschneiden findet nach dem ersten Abstich der Fässer im März statt. Damit beginnt die Phase des Ausbaus und der Reife des Weins im Weinkeller, die 18 bis 20 Monate dauert. Während dieser Zeit nimmt der Kellermeister eine Reihe von Abstichen vor, um den Satz vom sauberen Wein zu trennen. Außerdem wird der Wein geklärt, indem jedem Fass zuerst vier bis sechs leicht geschlagene Eiweiß zugegeben werden. Dadurch werden die letzten schwebenden Teilchen gebunden, die dann auf den Fassgrund sinken. Anschließend ist der Wein fertig für die Flaschenabfüllung, die im Juni stattfindet.

Der kreisrunde Weinkeller von Château Lafite ist das Werk des Architekten Ricardo Bofill. Er wurde 1987 eingeweiht. Er wird für den Ausbau der Weine in ihrem zweiten Jahr genutzt und zeichnet sich durch seine besondere achteckige Form und sein von 16 Säulen getragenes Gewölbe aus. In diesem Keller können bis zu 2.200 Barriques gelagert werden.

 

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